Donnerstags-Apéro

Musik

Die Neunte

Mi | 5x

Geschichte einer magischen Zahl

Joseph Haydn schrieb rund 104 Sinfonien, Mozart um deren 40, während der dritte grosse Wiener Klassiker Beethoven es „lediglich“ noch auf deren 9 brachte. Freilich: 9 Sinfonien von höchstem Anspruch und von unterschiedlichster Individualität. Und als er, von Taubheit geplagt, seine letzte in d-moll komponierte und 1824 uraufführen liess, sah man sich nicht nur einer der längsten je geschriebenen Sinfonie gegenüber, sondern im Schlusssatz unter Miteinbezug von Vokalsolisten und Chor auch einem völlig neuen Konzept. Und fortan stand dieses Werk und dessen magische Nummer 9 den Komponisten durch das ganze Jahrhundert sowohl als Modell wie als Mahnmal gegenüber: Die eine Neunte geschrieben haben, standen dem Jenseits … nahe (Schönberg).

Für Schuberts ehemals als Neunte bezeichnete, grosse C-dur-Sinfonie mit ihren „himmlischen Längen“ galt das noch nicht im vollen Umfang. Und auch Dvoraks 9. Sinfonie in e-moll „Aus der neuen Welt“ wurde zu Lebzeiten des Komponisten als Fünfte bezeichnet. Als Bruckner dann an seine unvollendete Neunte ging, nahm er nicht nur die Tonart Beethovens wieder auf, sondern auch das mit ihr verbundene Bewusstsein und widmete sie „dem lieben Gott“. Und schliesslich Gustav Mahlers letzte vollendete Sinfonie, ein einziges überwältigendes Abschiedswerk, das den skizzierten Bogen mit dem der Partitur eingeschriebenen „Leb wohl“ zu schliessen schien.

Kursleitung

Victor Ravizza

Teilnehmende

Max. 30

Übersicht

Kurs 184-32001

5x Mi 18.45–20.15 Uhr
ab 31.10.2018

Kosten (CHF)

Standard 100.00

Kursdaten

Mi 31.10.2018 18.45–20.15 Uhr
Mi 07.11.2018 18.45–20.15 Uhr
Mi 14.11.2018 18.45–20.15 Uhr
Mi 21.11.2018 18.45–20.15 Uhr
Mi 28.11.2018 18.45–20.15 Uhr

Kursort
NMS Bern
Waisenhausplatz 29
3011 Bern

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