Kundenbefragung

Kunst

Schweizer Künstlerinnen der Belle Époque

Di & So | 7x

Veranstaltungsreihe im Rahmen der Ausstellung „Martha Stettler (1870-1945): eine Impressionistin zwischen Bern und Paris“ im Kunstmuseum Bern (4.5.–29.7.2018)

Leben und Werk von Martha Stettler sind für eine gender-kritische Kunstgeschichte von grosser Bedeutung. Als junge Frau ging sie 1893 mit ihrer baltischen Freundin nach Paris, um sich dort weiter ausbilden zu lassen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Stettler stammte aus einer Bernburger Familie, ihr Vater Eugen Stettler war der Erbauer des Kunstmuseums Bern. Obwohl Martha von ihrer Familie unterstützt wurde, konnte sie als Frau nicht dieselben Ausbildungen in Anspruch nehmen wie ihre männlichen Kollegen. Stettler hat sich jedoch durchgesetzt und erfolgreich am damaligen Kunstbetrieb mit ihrem gemässigten impressionistischen Stil teilgenommen. Um 1902 war sie bei der Gründung der noch heute existierenden Académie de la Grande Chaumière dabei und übernahm ab 1909 deren Leitung – zur Zeit, als Hodler in der Schweiz den Frauen mit seinem Diktum „Mir wey kener Wyber“ den Zutritt zum Künstlerverband verwehrte. Gleichzeitig begründete sie die Berner Sektion der Gesellschaft für Malerinnen mit. 1920 war sie die erste und einzige Frau unter mehreren Männern an der Schweizer-Teilnahme an der Biennale von Venedig. Trotzdem geriet sie nach ihrem Tod schnell in Vergessenheit.

Die Veranstaltungsreihe im Kunstmuseum Bern ist der Auseinandersetzung mit Martha Stettler und ihren Zeitgenossinnen gewidmet. Es sind Künstlerinnen vor und nach 1900, die sich mehrheitlich in Paris, aber auch in München einen Namen machten und in der von Männern dominierten Schweizer Kunstszene einen schweren Stand hatten. Leben und Werk der einzelnen Künstlerinnen werden anhand von Vorträgen und Werkbetrachtungen vor Originalen von ausgewiesenen Fachleuten vorgestellt und diskutiert.

 

Die Veranstaltungen können auch einzeln gebucht werden.

 

Veranstaltungsort: Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8; Treffpunkt: 18.00 Uhr, Festsaal

 

Dienstag, 15. Mai 2018, 18h-19h30: Martha Stettler (1870–1945): eine Impressionistin zwischen Bern und Paris (Dr. Corinne Linda Sotzek, Kuratorin der Martha-Stettler-Ausstellung)

 

Dienstag, 22. Mai 2018, 18h-19h30: Anny Stebler-Hopf (1861–1918): um 1890 in Paris ein Star – heute vergessen (Dr. Matthias Frehner, Direktor Sammlung Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee)

 

Dienstag, 05. Juni 2018, 18h-19h30: Martha Cunz (1876–1961): eine Schweizer Jugendstilkünstlerin in München (Dr. Daniel Studer, Direktor Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen)

 

Dienstag, 12. Juni 2018, 18h-19h30: Clara von Rappard (1857–1912): eine Künstlerin zwischen Natur und Phantasie (Magdalena Schindler, lic. phil., Kunstmuseum Bern)

 

Dienstag, 19. Juni 2018, 18h-19h30: Louise Breslau (1856–1927): eine gefeierte Porträtistin in Paris (Dr. Anne-Catherine Krüger, freischaffende Kunsthistorikerin)

 

Sonntag, 24. Juni 2018, 11h-12h30: Ottilie Roederstein (1859–1937): eine Deutschschweizer Malerin zwischen Tradition und Moderne (Dr. Barbara Rök, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg)

 

Dienstag, 3. Juli 2018, 18h-19h30: Marguerite Frey-Surbek (1886–1981): eine Malerin von Farbe und Licht (Dr. Therese Bhattacharya-Stettler, Kuratorin Ausstellung M. Frey-Surbek & Victor Surbek in Spiez, 30.06.-14.10.2018)

Kursleitung

Magdalena Schindler

Corinne Linda Sotzek

Teilnehmende

Max. 20

Bemerkungen

inkl. Museumseintritt

Übersicht

Kurs 182-30005

6x Di 18.00–19.30 Uhr
1x So 11.00–12.30 Uhr
ab 15.05.2018

Kosten (CHF)

Standard 120.00

Kursdaten

Di 15.05.2018 18.00–19.30 Uhr
Di 22.05.2018 18.00–19.30 Uhr
Di 05.06.2018 18.00–19.30 Uhr
Di 12.06.2018 18.00–19.30 Uhr
Di 19.06.2018 18.00–19.30 Uhr
So 24.06.2018 11.00–12.30 Uhr
Di 03.07.2018 18.00–19.30 Uhr

Kursort
Kunstmuseum
Hodlerstrasse 8-12
3011 Bern

© 2018 Volkshochschule Bern | Impressum